Was tun bei inoperablen, schwer erkrankten oder sehr alten Tieren mit hohem OP-Risiko?
Welche Optionen bleiben wenn eine Operation keine gute Lösung darstellt? oder mit der Operation ein neues Problem geschaffen wird?
In der Humanmedizin sind orthopädische Hilfsmittel seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil der Therapie.
Sanitätshäuser arbeiten Hand in Hand mit Ärzten und Physiotherapeuten – zum Erhalt von Funktion, zur Schmerzreduktion und zur Vermeidung von Operationen.
Warum sollte das bei unseren Tieren anders sein? sie bekommen die selben orthopädiechen Erkrankungen, nur ist es hier deutlich spezieller – dafür habe ich über viele Jahre funktionelle Hilfsmittel entwickelt.
Warum ist Tier-Orthopädietechnik noch immer so wenig verbreitet und ungenutz?
Orthopädietechnik für Tiere erfordert viele Jahre zusätzlicher Spezialisierung zum erlernten Beruf, praktische Erfahrung, anatomisches Verständnis und noch viel mehr, aber ein rein humanmedizinisches Wissen, reicht nicht aus.
Im Gegensatz zur Humanmedizin gibt hierfür keine Ausbildung, keine Fachliteratur, kein Ratgeber, ein Thema das in der Veterinärmedizin faktisch nicht existiert.
Das Wissen und die Expertise, die Routine und Erfahrung muss man sich über Jahre erarbeiten, sehr viel praktische Erfahrung sammeln um funktionelle, wirksame u. insbesondere „tiergerechte Hilfsmittel“ zu entwickeln, einen anderen Weg gibt es nicht.
Leider hat die Tiermedizin diese wunderbaren Möglichkeiten nie beachtet oder ernst genommen, aber langsam entwickelt sich es, so wie auch die Physiotherapie
Orthesen und Prothesen für Tiere herzustellen ist deutlich anspruchsvoller als für Menschen aufgrund der extrem individuellen Anatomie, ich muss den Patienten lesen können und viele andere Dinge die man unbeding wissen und beachten muss.
In meinen Entwicklungen stecken über 35 Jahre praktische Erfahrung und mehr als 4.500 individuelle Versorgungen.
Dieses Wissen ermöglicht es mir,
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Amputationen von Zehen, Pfoten oder kompletten Läufen zu vermeiden
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Gelenkversteifungen zu verhindern, sogar beweglich zu erhalten
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Kreuzbandoperationen zu vermeiden, eine Knieorthese und die natürliche Eigenstabilisierung des Knies ist die optimale Lösung
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Lebensqualität zu erhalten oder zurückzugeben
Risiko vermeiden statt hoffen das die OP gelingt
Operationen bergen immer Risiken:
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Narkosekomplikationen
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Implantatbruch oder Abstoßungsreaktionen
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Wundheilungsstörungen
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Infektionen, multiresistente Keime
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postoperative Folgeerkrankungen
Ein korrekt gefertigtes und professionell angepasstes Hilfsmittel vermeidet diese Risiken.
Immer wieder höre ich das Vorurteil :
„Hilfsmittel verursachen doch nur Druckstellen.“ sicher , wenn man nicht über die notwendigen Kenntnisse verfügt und das Hilfsmittel schlecht gefertigt wurde
Ähnlich wie in der Arztpraxis – wenn man Verbände oder ein Gips falsch, schlecht nicht fachgerecht anlegt, ist exakt das gleiche,
Ein erfahrener Orthopädietechniker oder Orhopäde würde sagen: kein Problem – das wird angepasst.
Ein Druck oder Reibepunkt entsteht vielleicht mal am Anfang, wenn ein Hilfsmittel neu ist, der Zunahme an Aktivität, Muskelzuwachs etc. was mit einer Nachpassung beseitigt ist.
Danach durch körperliche Veränderungen, nicht durch das Hilfsmittel selbst.
Wenn schlechte Erfahrungen gemacht wurden, lag es häufig an mangelnder Erfahrung oder unzureichender Anpassung – nicht an der Orthopädietechnik als solcher.
Hand in Hand statt Entweder-oder
In der Humanmedizin werden Hilfsmittel nicht schlechtgeredet, sondern als wertvolle Ergänzung geschätzt u. genutzt – in Kombination mit Physiotherapie.
Dieser Therapiekreis ermöglicht:
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Funktionserhalt
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Vermeidung von Amputationen
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Vermeidung von Gelenkversteifungen
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Reduzierung oder Wegfall von Schmerzmitteln
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schnelle sichtbare Verbesserung
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deutlich mehr Lebensqualität
Und das meist ohne Leinenzwang.
Ein individuell gefertigtes Hilfsmittel funktioniert – dafür stehe ich mit meiner Erfahrung.
Und häufig ist es am Ende deutlich kostengünstiger als eine Operation mit ungewissem Ausgang.
Vor einer Operation beraten lassen – dann entscheiden
Nicht jede Operation ist vermeidbar – aber viele lassen sich vermeiden.
Leider werden Tiere nicht selten zu spät zu mir überwiesen oder wenn das Kind im Brunnen liegt, wenn eine Operation gescheitert ist, danach werden die Alternativen deutlich schlechter für eine Orthopädietechnische Versorgung.
Deutlich sinnvoller ist es vor einer OP zu prüfen, ob eine sanfte orthopädietechische Alternative möglich ist, dann bestehen noch die besten Versorgungsoptionen.
Konkrete therapeutische Möglichkeiten
Beispiele aus meiner Praxis:
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Reaktivierung geschädigter Radialis- oder Peroneusnerven
(Überköten, Beugesehnenverkürzungen)
→ Therapie mit PTO-OrthoBoot® oder Line2®-Therapieschuh oder maßgefertigter Orthese
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Aufrichtung eines beginnenden oder vollständigen Gelenkniederbruchs (Hyperextension)
→ operationslose Stabilisierung, oft mit Beweglichkeitserhalt
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Knieorthese bei Kreuzbandschaden
→ sofort sichtbare Stabilisierung
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Vermeidung von Zehenamputation oder Gelenkversteifung
→ Unterstützung bei Arthrose und Gelenkentzündungen
Selbst nach gescheiterten Operationen gibt es oft noch hervorragende, sanfte Lösungen.
Sicherheit statt Risiko
Verbandschäden mit schweren Gewebeschäden sehe ich leider nicht selten.
Ein professionell gefertigtes Hilfsmittel verursacht solche Komplikationen nicht.
Wenn Hilfsmittel grundsätzlich nicht funktionieren würden – warum gibt es dann in jeder Stadt Sanitätshäuser für Menschen?
Warum verschreiben Orthopäden regelmäßig Orthesen statt sofort zu operieren?
Weil diese Alternativen wertvoll sind.
Mehr Zeit – Mehr Bewegung – Mehr Lebensfreude
Mit einem passenden Hilfsmittel kann Ihr Tier oftmals:
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länger schmerzfrei an Ihrer Seite bleiben
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aktiver sein
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auf starke Schmerzmedikation verzichten
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seine natürliche Bewegung behalten
Und das ohne OP-Risiko.
Mein Credo
„Orthopädietechnik ist Medizin ohne Risiken und Nebenwirkungen.“
Im Sinne des Patienten.
Für den Erhalt von Lebensqualität, Bewegung und Lebensfreude.
Ein kleiner Schritt für mich –
ein großer Schritt für die Tiermedizin.
Dieter Pfaff
Orthopädietechnikermeister für Tiere